Saison
Pollenflug im Mai: Diese Pollen fliegen jetzt
Der Mai ist der Monat des großen Wechsels im Pollenflug: Die Baumpollen-Saison von Birke und Esche klingt allmählich ab, während die Gräser vielerorts kräftig zu blühen beginnen und die Belastung deutlich zunimmt. Zusätzlich startet mit dem Roggen die Blüte des am stärksten allergenen Getreides. Für viele Allergiker bedeutet der Mai daher keine Verschnaufpause, sondern einen fließenden Übergang von der Baum- zur Gräserpollen-Saison.
Diese Pollen fliegen im Mai
Im Mai überlagern sich zwei Pollensaisons: Die letzten Baumpollen sind noch unterwegs, während die Gräser ihre Hauptsaison einläuten. Wie stark die Belastung an einem konkreten Tag ausfällt, hängt von Wetter, Region und Höhenlage ab - die tagesaktuelle Pollenflug-Vorhersage für Ihren Ort auf Basis der DWD-Daten zeigt Ihnen die aktuelle Situation. Die folgenden Pollenarten spielen im Mai die größte Rolle.
Gräser - die Belastung nimmt stark zu
Die Gräserpollen sind der wichtigste Auslöser im Mai. Ihre Blütezeit reicht in Deutschland typischerweise von Mai bis August, und gerade im Mai steigt die Konzentration in der Luft von Woche zu Woche spürbar an. Da Gräser praktisch überall wachsen - auf Wiesen, an Wegrändern, in Parks und Gärten - lässt sich der Kontakt kaum vollständig vermeiden. Wer auf Gräserpollen reagiert, sollte sich im Mai auf eine zunehmende Belastung einstellen, die je nach Witterung regional früher oder später einsetzt.
Roggen - die Blüte beginnt
Mit dem Mai startet auch die Blütezeit des Roggens, die meist bis in den Juni hineinreicht. Roggen gehört botanisch zu den Süßgräsern, setzt aber besonders große Pollenmengen frei und gilt daher als das allergologisch bedeutsamste Getreide. In ländlichen Regionen mit Roggenanbau kann die Belastung in der Nähe blühender Felder zeitweise deutlich erhöht sein. Wer bereits auf Gräserpollen reagiert, verspürt häufig auch beim Roggen Beschwerden.
Birke - die Saison klingt ab
Die Birke hat ihre Hauptblüte im April und frühen Mai. Im Laufe des Monats geht die Belastung in den meisten Regionen zurück. Zu Monatsbeginn können Birkenpollen jedoch noch spürbare Beschwerden verursachen, vor allem in kühleren Lagen, in Norddeutschland und im Bergland, wo die Blüte später einsetzt. Zum Monatsende ist die Birkensaison in den meisten Gegenden weitgehend abgeschlossen.
Esche - nur noch geringe Restbelastung
Auch die Esche, deren Blütezeit von März bis Mai reicht, ist im Mai auf dem Rückzug. In der ersten Monatshälfte kann es regional noch zu einer geringen bis mäßigen Belastung kommen, danach spielt sie kaum noch eine Rolle. Da Eschenpollen-Beschwerden leicht mit einer Birkenpollen-Allergie verwechselt werden können, lohnt sich bei unklaren Symptomen eine allergologische Abklärung.
Übersichtstabelle
| Pollenart | Belastung im Mai | Tendenz |
|---|---|---|
| Gräser | mittel bis hoch, im Monatsverlauf steigend | stark zunehmend |
| Roggen | gering bis mittel, regional höher | beginnend, zunehmend |
| Birke | anfangs noch mittel, zum Monatsende gering | abklingend |
| Esche | gering, nur Restbelastung | abklingend |
Bitte beachten Sie: Die Angaben beschreiben den typischen Verlauf. Je nach Witterung und Region können sich Blühbeginn und Intensität um mehrere Wochen verschieben - ein kühles Frühjahr verzögert die Gräserblüte, ein warmes beschleunigt sie.
Was bedeutet das für Allergiker?
Wenn Sie sowohl auf Baum- als auch auf Gräserpollen reagieren, kann der Mai ein anstrengender Monat sein, weil sich beide Saisons überschneiden. Mit einigen Maßnahmen lässt sich der Pollenkontakt im Alltag jedoch reduzieren:
- Prognose prüfen: Schauen Sie morgens in die aktuelle Pollenvorhersage und planen Sie Aktivitäten im Freien möglichst in Zeiten geringerer Belastung.
- Richtig lüften: In der Stadt ist die Pollenkonzentration häufig morgens niedriger, auf dem Land eher abends - lüften Sie entsprechend kurz und gezielt.
- Wiesen und Felder meiden: Gerade frisch gemähte Wiesen und blühende Getreidefelder sollten Gräser-Allergiker im Mai möglichst umgehen.
- Pollen aus der Wohnung halten: Kleidung nicht im Schlafzimmer ablegen, abends Haare waschen und Wäsche in der Hauptsaison nicht im Freien trocknen.
- Nach Regen rausgehen: Ein längerer Regenschauer wäscht Pollen aus der Luft - die Stunden danach eignen sich oft gut für Sport oder Spaziergänge.
Wenn Ihre Beschwerden trotz solcher Maßnahmen stark ausgeprägt sind, Ihren Schlaf beeinträchtigen oder mit Husten und Atemnot einhergehen, sollten Sie die Symptome ärztlich abklären lassen. Eine unbehandelte Pollenallergie kann sich verschlechtern und in ein allergisches Asthma übergehen.
Ausblick: So geht es im Juni weiter
Im Juni erreicht die Gräserpollen-Saison in weiten Teilen Deutschlands ihren Höhepunkt. Auch der Roggen blüht noch bis in den Frühsommer hinein, während Baumpollen praktisch keine Rolle mehr spielen. Für Gräser-Allergiker ist der Juni damit häufig der intensivste Monat des Jahres - es lohnt sich, die im Mai etablierten Schutzmaßnahmen konsequent fortzuführen und die tägliche Vorhersage im Blick zu behalten.
Häufige Fragen
Welche Pollen sind im Mai am stärksten?
Im Mai dominieren zunehmend die Gräserpollen, deren Belastung im Monatsverlauf deutlich ansteigt. Zu Monatsbeginn können zusätzlich Birkenpollen noch spürbare Beschwerden verursachen, besonders in kühleren Regionen. Auch der beginnende Roggen trägt regional zur Belastung bei.
Wann beginnt die Gräserpollen-Saison in Deutschland?
Die Gräserblüte beginnt in Deutschland typischerweise im Mai und dauert bis in den August. In milden Jahren oder wärmeren Regionen wie dem Oberrheingraben können erste Gräserpollen schon Ende April fliegen, in kühleren Lagen entsprechend später.
Ist die Birkenpollen-Saison im Mai vorbei?
Nicht sofort: Die Birke blüht in Deutschland von April bis Mai, die Hauptbelastung liegt aber meist im April. Im Mai klingt die Saison ab - in Norddeutschland und im Bergland kann sie sich je nach Witterung noch etwas länger hinziehen. Zum Monatsende ist sie in den meisten Regionen beendet.
Quellen & weiterführende Informationen
- Deutscher Wetterdienst (DWD) — Pollenflug-Gefahrenindex
- Deutscher Allergie- und Asthmabund (DAAB)
- Deutsche Haut- und Allergiehilfe (DHA)
- Robert Koch-Institut — Allergische Erkrankungen
- European Centre for Allergy Research Foundation (ECARF)
- Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID)
Stand: 03.08.2026
Aktuellen Pollenflug für Ihren Ort prüfen
Wissen ist hilfreich — aber tagesaktuelle Daten machen den Unterschied. Suchen Sie Ihren Ort:
Zur Stadt-Suche