Saison

Pollenflug im Februar: Diese Pollen fliegen jetzt

Von Sebastian Wiercinski · FUTR UG (haftungsbeschränkt)
Veröffentlicht am · Zuletzt aktualisiert am
Kein Arzt - allgemeine Information, keine medizinische Beratung.

Der Pollenflug im Februar wird in Deutschland vor allem von zwei Frühblühern bestimmt: Die Hasel befindet sich in ihrer Hauptsaison, die Erle nimmt spürbar Fahrt auf. Für Menschen mit einer Frühblüher-Allergie beginnt damit häufig die erste wirklich belastende Phase des Jahres - auch wenn viele den Februar gefühlt noch dem Winter zuordnen. Wie stark die Belastung tatsächlich ausfällt, hängt stark von Witterung und Region ab.

Diese Pollen fliegen im Februar

Im Februar sind es im Wesentlichen zwei Pollenarten, die Allergikerinnen und Allergikern zu schaffen machen. Beide gehören zu den Birkengewächsen und reagieren empfindlich auf milde Temperaturen: Schon wenige frostfreie, sonnige Tage können die Pollenkonzentration deutlich ansteigen lassen.

Hasel: Die Hasel steht im Februar in ihrer Hauptsaison. Ihre Blütezeit reicht in Deutschland grob von Dezember bis März, der Schwerpunkt liegt in vielen Regionen jedoch genau in diesem Monat. An milden, trockenen Tagen sind mittlere bis hohe Belastungen möglich, besonders in der Nähe von Hecken, Waldrändern und Parks. Ausführliche Informationen zu Blütezeit, Symptomen und Kreuzallergien finden Sie im Steckbrief zur Haselpollen-Allergie.

Erle: Die Erle blüht in Deutschland etwa von Januar bis April und legt im Februar typischerweise deutlich zu. Während sie im Januar oft nur regional auffällt, kann sie im Februar vielerorts spürbare Beschwerden verursachen - die Tendenz zeigt klar nach oben. Da Hasel und Erle eng verwandt sind, reagieren viele Betroffene auf beide Arten. Mehr dazu lesen Sie im Steckbrief zur Erlenpollen-Allergie.

Andere wichtige Allergie-Auslöser spielen im Februar dagegen noch keine nennenswerte Rolle: Die Esche startet üblicherweise erst ab März, die Birke folgt im April, und Gräserpollen werden in der Regel erst ab Mai relevant. Wichtig zu wissen: Diese Zeiträume sind Richtwerte. Je nach Witterung und Region kann sich der Pollenflug um mehrere Wochen nach vorn oder hinten verschieben - ein milder Winter zieht die Saison vor, anhaltender Frost bremst sie aus.

Übersichtstabelle

PollenartBelastung im FebruarTendenz
Haselmittel bis hoch (Hauptsaison)anhaltend hoch
Erlegering bis mittel, regional höhersteigend
Eschenoch keine relevante BelastungStart ab März
Birkekeine BelastungStart ab April
Gräserkeine BelastungStart ab Mai

Die Einstufungen beschreiben ein typisches Februar-Szenario. In milden Wintern oder wärmebegünstigten Lagen wie dem Rheintal kann die Belastung höher liegen, in Höhenlagen und nach Kälteperioden niedriger.

Was bedeutet das für Allergiker?

Wenn Sie auf Frühblüher reagieren, sollten Sie den Februar nicht unterschätzen. Viele Betroffene halten die ersten Symptome - Niesen, laufende Nase, juckende Augen - zunächst für eine Erkältung. Ein typisches Unterscheidungsmerkmal: Allergische Beschwerden treten oft schlagartig an milden, trockenen Tagen im Freien auf und bessern sich bei Regen oder in Innenräumen. Bei Unsicherheit oder anhaltenden Beschwerden sollten Sie die Ursache ärztlich abklären lassen.

Für den Alltag im Februar haben sich einige einfache Maßnahmen bewährt:

  • Prüfen Sie täglich die tagesaktuelle Pollenflug-Vorhersage für Ihren Ort, bevor Sie längere Aktivitäten im Freien planen.
  • Nutzen Sie Regentage oder die Zeit direkt nach einem Schauer für Spaziergänge - dann ist die Luft deutlich pollenärmer.
  • Lüften Sie kurz und gezielt statt dauerhaft gekippt, idealerweise wenn die Belastung gering ist.
  • Waschen Sie abends die Haare und legen Sie getragene Kleidung nicht ins Schlafzimmer.
  • Meiden Sie an belastungsstarken Tagen die unmittelbare Nähe von Haselhecken und Erlenbeständen, etwa an Bachläufen und Waldrändern.
  • Wenn Sie bereits eine ärztlich bestätigte Allergie haben: Besprechen Sie rechtzeitig mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, welche Medikamente für die Saison sinnvoll sind.

Beachten Sie außerdem, dass Hasel- und Erlenpollen bei manchen Betroffenen Kreuzreaktionen mit Lebensmitteln wie Nüssen oder Kernobst auslösen können. Ob das bei Ihnen relevant ist, lässt sich nur durch eine allergologische Diagnostik klären.

Ausblick: So geht es im März weiter

Im März verlagert sich das Geschehen: Die Hasel klingt je nach Region allmählich ab, während die Erle vielerorts ihren Höhepunkt erreicht. Zusätzlich beginnt mit der Esche die nächste relevante Baumpollenart ihre Blüte, die bis in den Mai reichen kann - Details dazu finden Sie im Steckbrief zur Eschenpollen-Allergie. Gegen Ende des Monats kann in milden Jahren außerdem bereits die Birke in den Startlöchern stehen. Für Frühblüher-Allergiker bleibt die Belastung damit hoch oder nimmt sogar weiter zu.

Häufige Fragen

Welche Pollen fliegen im Februar am stärksten?

Im Februar dominieren Haselpollen, die sich in ihrer Hauptsaison befinden. Die Erle nimmt im Laufe des Monats deutlich zu und kann regional ebenfalls spürbare Beschwerden verursachen. Andere Pollenarten wie Esche, Birke oder Gräser spielen noch keine Rolle.

Kann der Pollenflug im Februar auch ausbleiben?

Bei anhaltendem Frost oder einer geschlossenen Schneedecke ruht der Pollenflug weitgehend. Sobald es jedoch mild wird, kann die Konzentration innerhalb weniger Tage stark ansteigen. Deshalb lohnt sich gerade im Februar der regelmäßige Blick auf die aktuelle Vorhersage statt auf starre Kalenderangaben.

Woher weiß ich, ob es eine Allergie oder eine Erkältung ist?

Allergische Beschwerden treten typischerweise plötzlich bei Aufenthalt im Freien auf, gehen ohne Fieber einher und bessern sich bei Regenwetter oder in Innenräumen. Eine Erkältung entwickelt sich meist langsamer und klingt nach etwa ein bis zwei Wochen ab. Sicherheit gibt nur eine ärztliche Abklärung, zum Beispiel mit einem Allergietest.

Quellen & weiterführende Informationen

Stand: 03.08.2026

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