Saison

Pollenflug im August: Diese Pollen fliegen jetzt

Von der Pollenflug Heute Redaktion
Veröffentlicht am · Zuletzt aktualisiert am

Der Pollenflug im August wird in Deutschland vor allem von Kräuterpollen bestimmt: Beifuß erreicht jetzt seine Hauptsaison, während die Ambrosia-Saison beginnt und im Monatsverlauf zunimmt. Gräserpollen sind weiterhin in der Luft, klingen aber spürbar ab. Baumpollen spielen in diesem Monat praktisch keine Rolle mehr - wie hoch die Belastung an Ihrem Wohnort ausfällt, zeigt die tagesaktuelle Pollenflug-Vorhersage für Ihren Ort.

Diese Pollen fliegen im August

Der August ist der klassische Kräuterpollen-Monat. Nach dem Baumpollen-Frühjahr und dem Gräser-Sommer verschiebt sich die Belastung nun zu Wildkräutern, die an Wegrändern, auf Brachflächen, an Bahndämmen und Baustellen wachsen. Das bedeutet: Wer im Frühjahr beschwerdefrei war, kann im Spätsommer trotzdem deutliche Symptome bemerken.

Beifuß - Hauptsaison und Höhepunkt

Beifuß blüht in Deutschland etwa von Juli bis September, der Schwerpunkt liegt klar im August. In diesem Monat erreicht die Belastung ihren Höhepunkt, an warmen und trockenen Tagen sind hohe Werte typisch. Beifuß wächst besonders häufig in Siedlungsnähe, entlang von Straßen und auf ungenutzten Flächen, sodass die Belastung auch in Städten spürbar sein kann. Mehr zur Pflanze, den typischen Beschwerden und möglichen Kreuzreaktionen finden Sie im Steckbrief zur Beifuß-Allergie.

Ambrosia - Saisonstart mit steigender Tendenz

Die Ambrosia, auch Beifußblättriges Traubenkraut genannt, startet im August in ihre Saison und bleibt bis in den Oktober hinein relevant. Zu Monatsbeginn ist die Belastung meist noch gering, nimmt im Verlauf des Monats aber zu. Ambrosia tritt in Deutschland regional sehr unterschiedlich auf - in einigen Gebieten kommt sie kaum vor, in anderen deutlich häufiger. Details dazu lesen Sie im Steckbrief zur Ambrosia-Allergie.

Gräser - abklingend, aber noch präsent

Die Gräsersaison reicht üblicherweise von Mai bis August. Im August befindet sie sich damit in der Schlussphase: Die Werte gehen zurück, einzelne Belastungstage sind aber weiterhin möglich, vor allem bei sonnigem, windigem Wetter und in der Nähe ungemähter Wiesen. Wenn Sie im Juni und Juli Beschwerden hatten, können diese im August also noch nachklingen. Hintergründe finden Sie im Steckbrief zu Gräserpollen.

Baumpollen - Saison beendet

Hasel, Erle, Esche und Birke haben ihre Blütezeit längst hinter sich: Hasel fliegt typischerweise von Dezember bis März, Erle von Januar bis April, Esche von März bis Mai und Birke von April bis Mai. Auch Roggen ist mit seiner Blüte von Mai bis Juni abgeschlossen. Im August sind Baumpollen daher keine relevante Belastungsquelle mehr.

Übersichtstabelle

PollenartBelastung im AugustTendenz
BeifußHauptsaison, Höhepunkt des Jahresdurchgehend hoch
AmbrosiaSaisonbeginn, regional unterschiedlichzunehmend
Gräsernoch präsent, Schlussphaseabklingend
Roggenkeine BelastungSaison beendet
Birke, Esche, Erle, Haselkeine BelastungSaison beendet

Die Angaben sind eine Orientierung für einen durchschnittlichen Jahresverlauf. Je nach Witterung und Region können sich die Zeiträume verschieben: Ein warmer, trockener Sommer kann die Kräuterblüte vorziehen, kühle und nasse Phasen verzögern sie. In wärmebegünstigten Lagen setzt die Belastung häufig früher ein als in Mittelgebirgen oder in Küstennähe.

Was bedeutet das für Allergiker?

Wer auf Beifuß reagiert, erlebt im August in der Regel die belastendste Zeit des Jahres. Da die Beschwerden erst im Spätsommer auftreten, werden sie häufig für eine Erkältung gehalten. Halten Niesreiz, laufende oder verstopfte Nase, juckende Augen oder Husten über mehrere Wochen an oder kehren sie jedes Jahr zur gleichen Zeit wieder, sollten Sie das ärztlich abklären lassen. Das gilt besonders bei Atemnot, pfeifender Atmung oder Engegefühl in der Brust.

Im Alltag können Sie den Kontakt mit Pollen mit einigen einfachen Maßnahmen verringern:

  • Prüfen Sie vor Ausflügen, Sport oder Gartenarbeit die aktuelle Vorhersage und legen Sie Aktivitäten im Freien möglichst auf Tage mit geringerer Belastung.
  • Meiden Sie im August längere Aufenthalte an Wegrändern, Bahndämmen, Brachflächen und Baustellen - dort wächst Beifuß besonders häufig.
  • Mähen und jäten Sie den Garten nicht selbst, wenn Sie empfindlich reagieren, oder tragen Sie dabei eine Schutzmaske.
  • Lüften Sie zu Zeiten geringerer Belastung und halten Sie Autofenster geschlossen; ein Pollenfilter im Innenraum hilft zusätzlich.
  • Wechseln Sie die Kleidung nach dem Aufenthalt im Freien und waschen Sie abends die Haare, damit Pollen nicht ins Bett gelangen.
  • Trocknen Sie Wäsche in dieser Zeit möglichst nicht im Freien.

Beifußpollen gelten außerdem als bekannter Auslöser von Kreuzreaktionen, etwa mit bestimmten Gewürzen oder Sellerie. Wenn Sie im Spätsommer zusätzlich zu Ihren Atemwegsbeschwerden ein Kribbeln im Mund nach bestimmten Lebensmitteln bemerken, sprechen Sie dies bei einer ärztlichen Abklärung an. Welche Behandlung sinnvoll ist, lässt sich nur individuell und ärztlich beurteilen.

Ausblick: So geht es im September weiter

Im September klingt die Beifußsaison allmählich aus, bleibt zu Monatsbeginn aber häufig noch spürbar. Ambrosia dagegen bleibt weiterhin aktiv und kann bis in den Oktober hinein für Beschwerden sorgen, besonders in Regionen, in denen die Pflanze verbreitet ist. Die Gräserbelastung ist in der Regel beendet, sodass sich die Gesamtbelastung im Herbst deutlich beruhigt. Genau wie im August gilt auch dann: Der tatsächliche Verlauf hängt stark vom Wetter ab, ein früher Kälteeinbruch beendet die Saison schneller als ein milder Spätsommer.

Häufige Fragen

Welche Pollen sind im August am stärksten?

Im August dominiert Beifuß, der in diesem Monat seine Hauptsaison und seinen jährlichen Höhepunkt erreicht. Daneben startet die Ambrosia-Saison mit zunehmender Tendenz, und Gräserpollen sind in abklingender Form noch vorhanden. Baumpollen spielen keine Rolle mehr.

Kann man im August noch auf Gräserpollen reagieren?

Ja. Die Gräsersaison reicht typischerweise bis in den August hinein und endet erst im Verlauf des Monats. Die Werte sind niedriger als im Juni und Juli, an warmen und windigen Tagen oder in der Nähe ungemähter Wiesen sind einzelne Belastungsspitzen aber weiterhin möglich.

Warum beginnt die Pollensaison manchmal früher oder später?

Blühzeiten sind keine festen Termine, sondern hängen von Temperatur, Sonnenschein und Niederschlag ab. Ein warmer Sommer kann die Kräuterblüte vorziehen, kühles und nasses Wetter verzögert sie. Auch die Region spielt eine Rolle, weshalb sich ein Blick auf die tagesaktuelle Vorhersage für Ihren Ort mehr lohnt als ein starrer Kalender.

Quellen & weiterführende Informationen

Stand: 03.08.2026

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