Saison
Pollenflug im April: Diese Pollen fliegen jetzt
Der Pollenflug im April wird klar von der Birke dominiert: Sie erreicht in diesem Monat ihre Hauptsaison und sorgt vielerorts für die höchsten Belastungswerte des gesamten Jahres. Daneben blüht die Esche auf vollem Niveau, die Erle klingt allmählich ab, und gegen Ende des Monats können bereits die ersten Gräserpollen in der Luft sein. Für viele Allergiker gilt der April deshalb als der härteste Monat des Pollenjahres.
Diese Pollen fliegen im April
Wie stark die Belastung tatsächlich ausfällt, hängt immer von Witterung und Region ab: In milden Lagen und nach einem warmen März setzt die Blüte früher ein, in höheren oder kühleren Regionen entsprechend später. Die folgenden Einordnungen beschreiben den typischen Verlauf in Deutschland.
Birke - der Hauptakteur des Monats
Die Birke blüht in Deutschland typischerweise von April bis Mai - und der April ist dabei ihr stärkster Monat. Birkenpollen gelten als besonders allergen und erreichen an trockenen, windigen Tagen häufig hohe bis sehr hohe Konzentrationen. Wer auf Birkenpollen reagiert, spürt das in diesem Monat meist deutlich: Die Belastung steigt zu Monatsbeginn rasch an und bleibt über weite Strecken des Aprils auf hohem Niveau.
Esche - oft unterschätzt, aber in Hauptsaison
Auch die Esche befindet sich im April mitten in ihrer Hauptsaison, die etwa von März bis Mai reicht. Eschenpollen werden häufig unterschätzt, weil die Beschwerden zeitgleich mit der Birkenblüte auftreten und leicht dieser zugeschrieben werden. Wer im Frühjahr Symptome hat, obwohl ein Birkentest unauffällig war, sollte die Esche als mögliche Ursache ärztlich abklären lassen.
Erle - die Saison klingt aus
Die Erle hat ihre Hauptblüte in den Monaten Januar bis April weitgehend hinter sich. Im April ist meist nur noch eine geringe bis mäßige Restbelastung möglich, vor allem in kühleren Regionen, in denen die Blüte später eingesetzt hat. Die Tendenz zeigt klar nach unten - für Erlenallergiker ist der schwierigste Teil der Saison in der Regel vorbei.
Erste Gräser gegen Monatsende
Gegen Ende April können - je nach Witterung - bereits die ersten Gräserpollen unterwegs sein. Die Belastung ist zu diesem Zeitpunkt meist noch gering, markiert aber den Übergang in die Gräsersaison, die von Mai bis August dauert. Wer sowohl auf Baum- als auch auf Gräserpollen reagiert, erlebt hier den fließenden Wechsel zwischen beiden Belastungsphasen.
Übersichtstabelle
| Pollenart | Belastung im April | Tendenz |
|---|---|---|
| Birke | hoch bis sehr hoch (Hauptsaison) | stark steigend, Höhepunkt im April |
| Esche | mäßig bis hoch (Hauptsaison) | gleichbleibend hoch |
| Erle | gering bis mäßig | abklingend |
| Gräser | gering, erste Pollen Ende April | langsam beginnend |
| Hasel | kaum noch relevant | Saison beendet |
Bitte beachten Sie: Die Tabelle beschreibt den typischen Verlauf. Je nach Wetterlage und Region kann die tatsächliche Belastung davon abweichen - ein kalter Aprilbeginn verzögert die Birkenblüte, eine warme Phase kann sie deutlich verstärken.
Was bedeutet das für Allergiker?
Wenn der April für Sie erfahrungsgemäß der schwierigste Monat ist, lohnt sich jetzt ein besonders konsequenter Umgang mit der Pollenbelastung. Prüfen Sie am besten morgens die tagesaktuelle Pollenflug-Vorhersage für Ihren Ort, bevor Sie Aktivitäten im Freien planen - so erwischen Sie Tage und Tageszeiten mit geringerer Belastung.
- Lüften Sie gezielt: in der Stadt eher abends, auf dem Land eher morgens, und halten Sie die Fenster bei starkem Birkenpollenflug möglichst geschlossen.
- Waschen Sie abends die Haare und wechseln Sie nach dem Aufenthalt im Freien die Kleidung, damit Sie Pollen nicht ins Schlafzimmer tragen.
- Nutzen Sie Regenphasen: Nach längerem Regen ist die Luft kurzzeitig deutlich pollenärmer - ein guter Zeitpunkt für Spaziergänge oder Sport im Freien.
- Im Auto: Fenster geschlossen halten und, falls vorhanden, den Innenraumfilter regelmäßig prüfen und wechseln lassen.
- Wäsche in der Hochsaison möglichst nicht im Freien trocknen.
Wenn Ihre Beschwerden im April trotz solcher Maßnahmen stark ausfallen, Ihren Schlaf oder Alltag deutlich beeinträchtigen oder erstmals auftreten, sollten Sie dies ärztlich abklären lassen. Eine Fachärztin oder ein Facharzt kann feststellen, auf welche Pollen Sie tatsächlich reagieren, und geeignete Behandlungsoptionen mit Ihnen besprechen.
Ausblick: So geht es im Mai weiter
Im Mai verschiebt sich das Bild: Die Birkenblüte klingt im Laufe des Monats ab, auch die Esche beendet ihre Saison. Dafür starten die Gräser in ihre Hauptsaison, die bis in den August reicht, und mit dem Roggen beginnt eine weitere relevante Pollenart zu blühen. Für Allergiker mit mehreren Sensibilisierungen geht die Belastung damit oft nahtlos weiter - nur die Auslöser wechseln.
Häufige Fragen
Warum ist der April für viele Allergiker der härteste Monat?
Im April überlagern sich mehrere Belastungen: Die stark allergene Birke erreicht ihren Höhepunkt, die Esche blüht in Hauptsaison, die Erle kann noch nachwirken und Ende des Monats kommen erste Gräserpollen hinzu. Diese Kombination führt bei vielen Betroffenen zu besonders ausgeprägten Beschwerden.
Wie lange fliegen Birkenpollen noch?
Die Birkenblüte dauert in Deutschland typischerweise von April bis Mai, wobei der April meist der intensivste Monat ist. Im Mai nimmt die Belastung in der Regel spürbar ab. Je nach Witterung und Region kann sich dieser Zeitraum um einige Wochen verschieben.
Fliegen im April schon Gräserpollen?
Gegen Ende April können erste Gräserpollen auftreten, vor allem nach einem milden Frühjahr und in wärmeren Regionen. Die eigentliche Gräsersaison mit höheren Belastungen beginnt aber typischerweise erst im Mai und zieht sich bis in den August.
Quellen & weiterführende Informationen
- Deutscher Wetterdienst (DWD) — Pollenflug-Gefahrenindex
- Deutscher Allergie- und Asthmabund (DAAB)
- Deutsche Haut- und Allergiehilfe (DHA)
- Robert Koch-Institut — Allergische Erkrankungen
- European Centre for Allergy Research Foundation (ECARF)
- Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID)
Stand: 03.08.2026
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